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  • Claudia Koch

Colonia del Sacramento und seine schönsten Ecken

Aktualisiert: 1. März

Heute verabschieden wir uns von der Ostküste und fahren 352 km über die autobahnähnlich ausgebaute Interbalnearia zur Westküste, unser Ziel ist San Pedro.


Wir fahren über weite, offene, saftige Graslandhügel von herausragender landschaftlicher Schönheit mit vereinzelten Baumgruppen und überall vorhandene Kiefern- bzw. Eukalyptuswälder. Der Wasserreichtum dieses Landes bietet saftiges, grünes Weideland für die Rinder- und Schafzucht, allerdings auch für prachtvolle Caballos, Pferde. Wusstest du, dass in Uruguay 12 Mio. Rinder leben und im Vergleich dazu "nur" 3,5 Mio. Einwohner. Das sind vier Mal mehr Rinder als Uruguayer.


Abstecher in die uruguayische Schweiz; eine Gruppe von Orten, welche von Schweizern gegründet wurde (Colonia Valdense, Nueva Helvecia und Colonia Suiza). Außer Schweizer Wappen und einem großem Schweizer Willkommensschild erinnert heute nichts mehr daran, wir empfinden es nicht besuchenswert.


Fast in San Pedro angekommen entdecken wir riesengroße Ackerflächen für Mais, Soja, Reis und Sonnenblumen, wilde Brombeeren, Orleander, weiß oder lila sprießende Agapanthus.

Welch ein herrlicher Anblick!


Im Le Moment Posada Boutique, einem am Ufer des Rio de la Plata in San Pedro gelegenem charmanten Hotel werden wir von Sylvaine und Bruno, einem französischem Ehepaar, sehr herzlich, mit einem hausgemachten Erfrischungsgetränk, empfangen. Die beiden haben ein kleines Paradies, mitten im Nirgendwo geschaffen.


Colonia del Sacramento ist die älteste Stadt Uruguays. Auf dem Weg dahin besuchen wir die renovierte und eben erst dem Publikum zugänglich gemachte Arena, Plaza de Toros Real de San Carlos (ca. 15 km von San Pedro entfernt). Geplant sind Musik und Sportveranstaltungen. Wir empfehlen eine Führung zu besuchen und in der Bodega der Arena einzukehren (qualitativ hochwertige Auswahl an Weinen).


Ca. 1 km entfernt befindet sich die Pferderennbahn Real de San Carlos, in der wöchentliche Rennen stattfinden.


Colonia del Sacramento hat eine malerisch koloniale Altstadt von den beiden damaligen Weltmächten, Portugal und Spanien. Basilica De Santisimo Sacramento ist die älteste Kirche Uruguays und Wahrzeichen der Stadt. Schau an, hier wächst wild ein wunderbares Blütenmeer aus dem Oldtimer.


Wir schlendern von der San Migual Bastion über den Plaza Mayor del 25 de Mayo, vorbei an einladenden Cafes, kleinen Handwerksständen zum Leuchtturm. Die Wendeltreppe hoch, „Autsch, die Menschen waren früher kleiner, wie heute“. Oben angekommen haben wir einen großartigen Rundumblick, über das grüne, palmenreiche Colonia und den Rio de la Plata. Über das Kopfsteinpflaster trippeln die Tagesausflügler aus dem großen, lauten Buenos Aires, gerade mal eine Stunde Bootsfahrt von Colonia entfernt. Natürlich gibt es auch eine Bootsverbindung nach Montevideo.


Im ruhigen Garten von Magy´s Slow Food Restaurant Lentas Maravillas, zentral gelegen, direkt vor einem kleinen Kleinbootanlageplatz, lassen wir die Seele, bei einem herrlich vegetarischen Essen, baumeln.


Les Liebres Barrio, ist mit 40 m über dem Meeresspiegel das am höchsten gelegene Hotel und Restaurant im Departement Colonia. Der eigene Bio Garten bietet eine traumhafte Landschaft in vollkommener Ruhe. Er beliefert zudem die Köstlichkeiten der selbstgemachten Speisekarte und gestaltet mit seinen natürlichen Zutaten den Großteil der Gerichte.

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